Durchschnittlicher Zusatzbeitrag

Der duchschnittliche Zusatzbeitrag ist eine SV-Rechengröße, die jährlich neu festgelegt wird. Dabei handelt es sich nicht um den tatsächlichen arithmetischen Durchschnitt der Zusatzbeiträge aller Krankenkasse, sondern um eine Richtgröße, die sich aus der Differenz der prognostizierten Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im jeweils kommenden Jahr errechnet. Zum 1. November eines jeden Jahres wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag vom Bundesgesundheitsministerium für das Folgejahr festgelegt.

Durchschnittlicher Zusatzbeitrag: Entwicklung der SV-Größe 2015-2019n
Entwicklung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags der GKV seit 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für wen gilt der durchschnittliche Zusatzbeitrag?

Bei einigen Versichertengruppen wird anstatt des kassenindividuellen Zusatzbeitrags der durchschnittliche Zusatzbeitrag herangezogen. Hierzu zählen:

freiwillig versicherte Arbeitnehmer

– Bezieher von ALG I

– Bezieher von ALG II

 

Aktuelle Entwicklung

Für das Jahr 2019 wurde der durchschnittliche Zusatzbeitrag gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent gesenkt.

Dank der guten Konjunktur konnten die Krankenkassen ihre Überschüsse im abgelaufenen Kalenderjahr weiter erhöhen. Damit erhöhten sich finanziellen Reserven der Kassen auf rund 21 Milliarden Euro. Hinzu kommen 9,1 Milliarden Euro Rücklagen aus dem Gesundheitsfond.

Ab 2020 sollen diese Finanzreserven laut Versichertenentlastungsgesetz systematisch abgebaut werden, so dass sie den Umfang einer Monatsausgabe nicht mehr überschreiten. Dadurch sollen Arbeitnehmer und Rentner weiter entlastet werden.

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