Zusatzbeitrag 2019

Die gesetzlichen Krankenkassen können neben dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 % einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag zu ihrer Finanzierung erheben. Die Höhe dieses zusätzlichen Beitrags legen die Kassen jeweils selbst fest. Der Zusatzbeitrag kann sich dadurch von Kasse zu Kasse zum Teil deutlich unterscheiden.

Ab dem 1. Januar 2019 wird der Zusatzbeitrag für einen Großteil der Versicherten paritätisch finanziert: Arbeitgeber und Arbeitnehmer bzw. Rentenversicherung und Rentner werden dann jeweils die Hälfte des Zusatzbeitrages tragen. Der allgemeine Beitragssatz bleibt unverändert. Selbstständige, Studenten und freiwillig versicherte Rentner zahlen weiterhin den vollen Zusatzbeitrag. Für die pflichtversicherten Beschäftigten und Rentner bedeutet die neue Kostenverteilung eine Entlastung von nahezu sieben Milliarden Euro.

Zusatzbeitrag 2019 deutliche Unterschiede zwischen den gesetzlichen Krankenkassen

Auch 2019 werden sich günstige uns weniger günstige Krankenkassen durch den unterschiedlich hohen Zusatzbeitrag voneinander unterscheiden. Aller Voraussicht nach wird die Spanne zwischen der günstigsten und der teuersten Krankenkasse 1,3 Prozent liegen.  Der Beitragsunterschied zwischen einzelnen Kassen kann dadurch immer noch bis zu 590 Euro pro Jahr betragen. Jeder eingesparte Euro beim Zusatzbeitrag bedeutet eine Erhöhung des Nettoeinkommens.

Krankenkassegeöffnet inZusatzbeitrag
2018
allgem.
Beitragssatz
2018
Zusatzbeitrag
2019
allgem.
Beitragssatz
2019
Informationen
actimonda krankenkassebundesweit1,00 %15,6 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
AOK Baden-WürttembergBaden-Württemberg1,00 %15,6 %0,90 %15,5 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
AOK BayernBayern1,10 %15,7 %Infos anfordern
AOK Bremen/BremerhavenBremen0,80 %15,4 %0,70 %15,3 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
AOK HessenHessen1,00 %15,6 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
AOK NiedersachsenNiedersachsen0,80 %15,4 %Über den Zusatzbeitrag 2019 der AOK Niedersachsen wird der Verwaltungsrat am 13. Dezember 2018 entscheiden.Infos anfordern
Antrag (PDF)
AOK NordostB, BB, MV0,90 %15,5 %Infos anfordern
AOK NORDWESTNRW, SH0,90 %15,5 %0,90 %15,5 %
AOK PLUSSN, TH0,60 %15,2 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
AOK Rheinland-Pfalz/SaarlandRP,SL1,00 % 15,6 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
AOK Rheinland/HamburgHH, NRW1,40 %16,0 %1,10 %15,7 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
AOK Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt0,30 %14,9 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
atlas BKK ahlmannHB, HH, NI, NRW, SH1,20 %15,8 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
Audi BKKbundesweit0,70 %15,3 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BAHN-BKKbundesweit1,40 %16,0 %
BARMERbundesweit1,10 %15,7 %1,10 %15,7 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BERGISCHE KrankenkasseHH, NRW1,39 %15,99 %1,15 %15,75 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
Bertelsmann BKKbundesweit1,20 %15,8 %1,10 %15,7 %
BIG direkt gesundbundesweit1,00 %15,6 %1,00 %15,6 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK Achenbach BuschhüttenNRW1,10 %15,7 %Infos anfordern
BKK Akzo Nobel BayernBayern0,50 %15,1 %2019 ist keine Änderung des Zusatzbeitrages geplant (vorbehaltlich der Entscheidung des Verwaltungsrates)
BKK Diakonie1,10 %15,7 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK DürkoppAdlerNRW1,00 %15,6 %Infos anfordern
BKK EUREGIOHH, NRW0,58 %15,18 %Verwaltungsrat tagt in der zweiten DezemberhälfteInfos anfordern
BKK exklusivHB, MV, NI, NRW, ST, SH0,99 %15,59 %Der Zusatzbeitragder BKK exklusiv bleibt 2019 unverändert bei 0,99%Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK Faber-Castell & PartnerBayern0,65 %15,25 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK firmusbundesweit0,60 %15,2 %0,44 %15,04 %Infos anfordern
Antrag (PDF))
BKK FreudenbergBW, BY, B, HE, NI, NRW, RP, SN0,90 %15,5 %0,70 %15,3 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKERbundesweit1,20 %15,8 %1,10 %15,7 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK HENSCHEL Plus1,60 %16,2 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK HerkulesBY, HE, NI1,10 %15,7 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK HMRBW, BY, BB, HE, NI, NRW, SN, ST, SH1,00 %15,6 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK Lindebundesweit1,10 %15,7 %1,10 %15,7 %Infos anfordern
BKK Melitta PlusBW, B, HB, NI, NRW1,10 %15,7 %0,90 %15,5 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK Mobil Oilbundesweit1,10 %15,7 %Zum Zusatzbeitrag 2019 gibt es noch keine AuskunftInfos anfordern
Antrag (PDF)
BKK PFAFFRP0,40 %15,0 %0,40 %15,0 %
BKK Pfalzbundesweit1,40 %16,0 %1,40 %16,0 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK ProVitabundesweit1,30 %15,9 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK PublicHH, NI, NRW1,00 %15,6 %
BKK ScheufelenBaden-Württemberg0,60 %15,2 %0,60 %15,2 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK Schwarzwald-Baar-HeubergBaden-Württemberg0,70 %15,3 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK TechnoformBW, BY, NI, RP1,30 %15,9 %Infos anfordern
BKK Textilgruppe HofBayern0,90 %15,5 %0,90 %15,5 %
BKK VBUbundesweit1,30 %15,9 %1,30 %15,9 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK VDNHH, NRW, SN1,30 %15,9 %1,30 %15,9 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK VerbundPlusbundesweit0,70 %15,3 %die Höhe des Zusatzbeitrages für 2019 legt unser Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 14.12.2018 festInfos anfordern
Antrag (PDF)
BKK WERRA-MEISSNERBY, HE1,10 %15,7 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK Wirtschaft & FinanzenBW, BY, B, BB, HB, HH, HE, NI, NRW, RP, SL, SN1,10 %15,7 %1,39 %15,99 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK ZF & PartnerBW, BY, B, BB, HB, HH, HE, NI, NRW, RP, SL, SN, ST, TH1,20 %15,8 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BKK24bundesweit1,10 %15,7 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
BOSCH BKKBW, BY, B, BB, HH, HE, MV, NI, NRW, RP, SL, SN, ST, TH0,90 %15,5 %0,90 %15,5 %Infos anfordern
Brandenburgische BKKBrandenburg1,50 %16,1 %Infos anfordern
Continentale Betriebskrankenkassebundesweit1,30 %15,9 %1,10 %15,7 %
DAK-Gesundheitbundesweit1,50 % 16,1 %keine Beitragssatzänderung für 2019 geplantInfos anfordern
Antrag (PDF)
Debeka BKKbundesweit0,90 %15,5 %
Die Schwenninger Krankenkassebundesweit1,30 %15,9 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
energie-BKKbundesweit1,10 %15,7 %1,10 %15,7 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
Heimat Krankenkassebundesweit1,10 %15,7 %1,10 %15,7 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
HEK-Hanseatische Krankenkassebundesweit1,00 %15,6 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
hkk Krankenkassebundesweit0,59 %15,19 %Der Zusatzbeitrag 2019 der hkk wird vom Verwaltungsrat am 20. Dezember 2018 festgelegt.Infos anfordern
Antrag (PDF)
IKK Brandenburg und BerlinB, BB1,3 %
(ab 01.07.2018)
15,9 %
(ab 01.07.2018)
Infos anfordern
Antrag (PDF)
IKK classicbundesweit1,20 %15,8 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
IKK gesund plusbundesweit0,60 %15,2 %Die IKK gesund plus plant 2019 mit einem Zusatzbeitrag von 0,6 Prozent. Die endgültige Entscheidung trifft der Verwaltungsrat am 13.12.2018.Infos anfordern
Antrag (PDF)
IKK NordHB, HH, MV, NI, SH1,30 %15,9 %Infos anfordern
Antrag (PDF))
IKK SüdwestHE, RP, SL1,50 %16,1 %1,50 %16,1 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
KKH Kaufmännische Krankenkassebundesweit1,50 %16,1 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
KNAPPSCHAFTbundesweit1,10 %15,7 %1,10 %15,7 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
Metzinger BKKBaden-Württemberg, Thüringen0,00 %14,6 %Fusion zum 01.01.2019 mit der mhplus BKK
mhplus BKKBW, BY, BB, HB, HH, HE, MV, NI, NRW, RP, SL, SN, ST, SH, TH1,10 %15,7 %0,98 %15,58 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
Novitas BKKbundesweit1,35 %15,95 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
pronova BKKbundesweit1,20 %15,8 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
R u V Betriebskrankenkassebundesweit0,90 %15,5 %0,90 %15,5 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
Salus BKKbundesweit0,95 %15,55 %0,79 %15,39 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
SBKBaden-Württemberg1,30 %15,9 %1,30 %15,9 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
SECURVITA Krankenkassebundesweit1,70 %16,3 %1,10 %15,7 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
SIEMAG BKKBW, BY, BB, HH, HE, NRW, RP, SN1,40 %16,0 %
SKD BKKBW, BY, B, HB, HH, HE, NI, NRW, SL, SN, SH0,70 %15,3 %0,70 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
TBKSN, TH0,80 %15,4 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
Techniker Krankenkassebundesweit0,90 %15,5 %Eine Senkung des Zusatzbeitrages 2019 wird in Aussicht gestellt.Infos anfordern
Antrag (PDF)
TUI BKKbundesweit1,10%15,7 %
VIACTIV Krankenkassebundesweit1,70 %16,3 %Ab 01.04.2019 beträgt der Zusatzbeitrag der VIACTIV 1,20 %Infos anfordern
Antrag (PDF)
WMF BKKbundesweit1,10 %15,7 %0,90 %15,5 %Infos anfordern
Antrag (PDF)

 


Abkürzungen der Bundesländer:

BW – Baden-Württemberg, BY – Bayern, B – Berlin, BB – Brandenburg, HB – Bremen, HE – Hessen, HH – Hamburg, MV – Mecklenburg-Vorpommern, NI – Niedersachsen, NRW – Nordrhein-Westfalen, SH – Schleswig-Holstein,  SN – Sachsen, ST – Sachsen-Anhalt,  TH – Thüringen


 

Zusatzbeitrag – variabler Baustein der Krankenkassen-Finanzierung

Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen keine Therapie und keine Behandlung aus dem geltenden GKV-Leistungskatalog ablehnen. Sie dürfen kein Mitglied wegen Beitragsschulden aus den Versicherungsleistungen ausschließen und können keine Anträge auf Mitgliedschaft bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen ablehnen. Gleichzeitig steigen die Kosten für ambulante Medizin, Krankenhausbehandlungen, Medikamente und Heilmittel, Arzthonorare, Innovationsfonds oder die notwendige Selbstverwaltung der Krankenkassen selbst. Zudem wurden in 2016 fünf Gesetze (Krankenhausstrukturgesetz, GKV-Versorgungsstärkungsgesetz, Präventionsgesetz, Hospiz- und Palliativgesetz, E-Health-Gesetz) beschlossen, die eine zusätzliche Belastung für die gestzliche Krankenversicherung darstellen. Aus diesen Gründen sind viele Kassen nicht in der Lage, mit den zugewiesenen Beitragsgeldern und zusätzlichen Steuermitteln auszukommen.

Zusatzbeitrag Aufteilung
Finanzierung der Krankenkassen

Festlegung des Zusatzbeitrag

Eine Änderung der Zusatzbeiträge der Krankenkassen ist in der Regel zu Beginn eines Kalenderjahres zu erwarten.
Über die Höhe des Zusatzbeitrages entscheiden die Verwaltungsräte der Krankenkassen, deren Sitzungen häufig im Dezember stattfinden. Ist die Jahresbilanz einer Krankenkasse negativ, muss der Verwaltungsrat die Einführung oder Anhebung eines Zusatzbeitrages, das Aufbrauchen der Finanzreserven, mögliche Einsparungen oder eine Mischung dieser Optionen beschließen.

Legen die Verwaltungsräte der Krankenkassen eine Veränderung der Höhe ihrer Zusatzbeiträge fest, werden diese im Anschluss an die Prüfung durch das Bundesversicherungsamt veröffentlicht.

Informationspflicht der Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen unterliegen der Pflicht, jedes Mitglied vor der ersten Erhebung und vor jeder Erhöhung des Zusatzbeitrags in einem Brief auf drei Punkte hinzuweisen:

  • das Sonderkündigungsrecht
  • die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes und
  • die Übersicht des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen über die individuellen Zusatzbeiträge aller Krankenkassen.

Krankenkassen, deren individueller Zusatzbeitragssatz den durchschnittlichen Zusatzbeitragsatz (2017: 1,1 Prozent) übersteigt, müssen in dem Schreiben ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Mitglied in eine günstigere Krankenkasse wechseln kann.

Voraussichtliche Kostenentwicklung

Statt dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag gilt für Versicherter aus bestimmten Personenkreise der durchschnittliche Zusatzbeitrag. Dabei handelt es sich nicht um den tatsächlichen Durchschnitt der Zusatzbeiträge aller Krankenkasse, sondern um eine Richtgröße, die sich aus der Differenz der prognostizierten Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im kommenden Jahr errechnet. Zum 1. November eines jeden Jahres wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag vom Bundesgesundheitsministerium für das Folgejahr festgelegt.

Für das Jahr 2018 wurde der durchschnittliche Zusatzbeitrag gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent gesenkt. Für das kommende Jahr rechnet Doris Pfeiffer, Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes jedenfalls nicht mit einer Steigerung. Aufgrund der guten Konjunktur sei weiterhin mit stabilen Finanzen und Beiträgen für die Mitglieder zu rechnen.

Auf die aktuelle finanzielle Lage reagierte die Knappschaft kürzlich mit einer geplanten Senkung: Ab 1. Oktober 2018 wird die Mitgliedschaft in der Krankenkasse günstiger, sofern das Bundesversicherungsamt die Zustimmung erteilt.

Verschiedene globale Faktoren könnten die Konjunktur und damit auch die Beitragszahlungen in den nächsten Jahren allerdings negativ beeinflussen, glaubt Pfeiffer. Zudem sei die Höhe möglicher Mehrkosten für politische Reformen im Versorgungsbereich noch nicht absehbar.

Dank der guten Konjunktur konnten die 110 Krankenkassen ihre Überschüsse im vergangenen Jahr (2017) im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln und auf 3,5 Milliarden Euro ausbauen.
Damit erhöhten sich finanziellen Reserven der Kassen auf rund 19 Milliarden Euro. Hinzu kommen 9,1 Milliarden Euro Rücklagen aus dem Gesundheitsfond.

Dieser finanzielle Trend setzte sich auch im ersten Quartal des laufenden Jahres fort: Insgesamt erzielten die Kassen einen Überschuss von 416 Millionen Euro. Die Finanzreserven der Kassen belaufen sich damit auf 19,9 Milliarden Euro.

Ab 2020 sollen diese Finanzreserven nach Vorstellung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) systematisch abgebaut werden, sodass sie den Umfang einer Monatsausgabe nicht mehr überschreiten. Dadurch sollen Arbeitnehmer und Rentner weiter entlastet werden.

Beitragsgarantie der Krankenkassen

Gesetzliche Krankenkassen sind einerseits Körperschaften des öffentlichen Rechts, andererseits müssen sie wie Wirtschaftsunternehmen geführt und behandelt werden. Unter den Krankenkassen herrscht ein harter Wettbewerb. Mit Beitragsgarantien und Rabattaktionen versuchen sie, neue Kunden zu gewinnen und bestehende zu halten. Mit der gesetzlichen Absenkung des allgemeinen Beitragssatzes Anfang 2015 auf 14,6 Prozent und der Einführung des kassenindividuellen Zusatzbeitrags ist ein harter Kundenkampf entstanden, der sich nun vor allem auf die Höhe des Zusatzbeitrags konzentriert. Einige Krankenkassen werben seither mit Beitragsgarantien, erhöhen ihren Beitragssatz entgegen der Werbeaussage aus wirtschaftlichen Gründen aber später doch. Werbeaussagen, die den aktuellen Beitragssatz garantieren, sollten daher von Versicherten mit Vorsicht betrachtet werden.

Krankenkassenfusionen 2018

Die finanzielle Situation und der medizinische Fortschritt erfordern von kleineren Krankenkassen nicht selten den Zusammenschluss mit einer größeren Krankenkasse, um eine Teuerung und Verschlechterung der Leistungen für ihre Versicherten zu verhindern – zumal es in der Vergangenheit bereits zwei Insolvenzen gegeben hat (City BKK und BKK für Heilberufe).

Zum 1. Januar 2018 stehen die Fusionen der:

  • Metzinger BKK + BKK MEM zur Metzinger BKK
  • BKK Pfalz + BKK Vital zur BKK Pfalz

bereits fest.